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Die
Verarbeitung begann in der Presserei auf
der großen Exzenterpresse. Hier
wurden mit jedem Hub zwei Rohlinge (Brandeln)
ohne Abfall aus dem Blech ausgeschnitten.
Gegenüber
stand eine Pendelwalze. Mit ihrer Hilfe
wurden die oberen Teile der Brandeln auf
die endgültige Bereite gewalzt.
Im
nächsten Arbeitsgang entstand die Form
des Löffels. Auf einer kleinen Exzenterpresse schnitt man zunächst den oberen
Teil des Kaffeelöffels, die so genannte
Kelle oder Laffe aus. Ihre Wölbung
wurde auf einer Friktionsspindelpresse
mit einer Presskraft von 60 Tonnen geprägt.
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Blick
in die Presserei
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Mit
der kleinsten Exzenterpresse brachte
man dann einen Stempeleindruck auf, der
die Qualität der Edelstahllegierung
wie z. B. "rostfrei" bezeichnete.
Zuletzt
wurde mit Hilfe einer 90-t-Friktionsspindelpresse
die Form des Löffelstiels und
das gewünschte Muster geprägt.
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Zwischen
den verschiedenen Arbeitsgängen säuberte
man die Werkstücke in dem chemischen
Reinigungsbad an der Tür zu Schleiferei.
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Neben
dem chemischen Reinigungsbad befindet sich
ein Glühofen. Darin wurden die
Werkzeuge für die Stanzen gehärtet,
indem man sie erst erhitzte und anschließend
in den gegenüber stehenden Fässern
in Öl abkühlte.
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Hinter
den Fässern steht eine Rundwalze.
die bis in die fünfziger Jahre für
die Herstellung von Bestecken aus Eisenblech
genutzt wurden.
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Die
größte Maschine der Presserei
ist eine 200-t-Friktionsspindelpresse.
Hier wurden die Stiele und Muster der Messer
und größeren Vorlegebestecke
geprägt.
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Von
der Presserei gelangten die Kaffeelöffel
zur Weiterbearbeitung in die Schleiferei.
An den Schleif- und Polierplätzen
wurden die Kanten und Oberflächen der
Bestecke geschliffen.
Mehrere
Schleifvorgänge waren notwendig, um
die geforderte Oberflächenqualität
zur erreichen. Um zu verhindern, dass Schleifpartikel
die Oberflächen verkratzten, musste
man die Bestecke nach fast jedem Schleifgang
im chemischen Reinigungsbad entfetten
und säubern.
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Blick
in die Schleifei
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Der
nächste Arbeitsgang war das Vor- und
Nachpolieren auf Polierscheiben aus
Sisal und Nessel. Unter Zusatz von verschiedenen
Polierpasten erhielten die Bestecke hier
ihren endgültigen Glanz.
Die
Polierplätze und die einzelnen Schleifplätze
waren an eine Absauganlage angeschlossen.
Dennoch belastete die Staubentwicklung die
Arbeit der Schleifer enorm.
In
den sechziger Jahren ersetzte man diese
Methode des Polierens durch eine Neue. In
einem Nebenraum wurden durch ein elektrolytisches
Verfahren die Eisenpartikel von der Besteckoberfläche
abgetragen, so dass eine hochglänzende
Oberfläche entstand.
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Am
Leimplatz erneuerte der Schleifermeister
die abgenutzten Schleifscheiben. Die mit
Leder belegten Holzscheiben wurden mehrfach
mit Knochenleim bestrichen und dann in losen
Schmirgelpartikeln verschiedener Körnung
gerollt. In den letzten Jahren wurde fast
ausschließlich auf Schmirgelbändern
geschliffen, die von Kontaktscheiben angetrieben
wurden.
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