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Im
idyllischen Lennetal nordöstlich Fleckenberg am
Fuße des Beerenberges liegt die ehemalige Besteckfabrik
der Familie Hesse. Bis 1972/74 wurden hier in Serienproduktion
28 Bestecke verschiedener Art hergestellt, vom Tortenheber
bis zur Zuckerstange. Rund 40 Beschäftigte fanden
Arbeit und Brot. Die Produkte wurden in die ganze Welt
exportiert, zunächst auf der Eisenbahnverbindung
Altenhundem - Meschede, die 1964 stillgelegt wurde.
Jahrhunderte
lang waren neben der Muskelkraft die Wasser- und die
Windkraft Energiequellen des Menschen. Insbesondere
die sauerländische Landschaft mit ihren zahlreichen
Flüssen und Bächen bot gute Voraussetzungen
für die Nutzung der Wasserkraft. Von der Lenne
unterhalb Schmallenbergs wurde ein 900 m langer Wassergraben
angelegt, im Volksmund "Hammergraben" genannt,
der das Wasserrad und später die Turbine antrieb.
Über Transmissionen wurden dann die Stanzen und
übrigen Maschinen zur Herstellung der Bestecke in
Bewegung gesetzt.

- 1820
verkaufte "Factor" Weber diesen Hammer
an die Firma Martin & Co. aus Emdtebrück.
In diesem Jahre beantragte man auch die Umstellung
vom Stahl- zum Stabeisenhammer.
- Um
1840 stellten die Gebrüder
Schulte aus Lenne den Antrag auf
Genehmigung eines Neubaues auf dem
Gelände, der als Wohnhaus für
ihren Kohlenmeister dienen sollte.
- 1855
erfolgte die Stillegung des Hammers.
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- 1865
erwarben die Gebrüder Siepe das Grundstück
und erbauten ein neues Haupthaus an der Stelle
des alten Hammerwerkes. Ein Anbau kam 1869 hinzu.
- Um
1900 löste als technische Neuerung und
Verbesserung eine Turbine das Wasserrad ab.
- 1933
kaufte die Firma Falke-Rohen KG aus Schmallenberg
das Gelände und vermietete es kurzzeitig
an die Hebewerkzeugfabrik Julius Meiller in
Schmallenberg.
- Die
Carl Hesse KG (Besteckfabrik) produzierte erst vom Jahre
1938
bis 1982 in Fleckenberg
Essbestecke und Vorlegegarnituren in verschiedenen
Qualitäten und Mustern. Bis in die fünfziger
Jahre verarbeitete man vor allem Eisenblech, um
1960 begann die Herstellung von Edelstahlbestecken.
In den 70er Jahren ist die Konkurrenz so groß
geworden, dass der letzte Eigentümer, Carl Hesse,
den Betrieb aufgeben musste.
- 1990
wurde die Besteckfabrik Hesse mit ihrer fast vollständig
erhaltenen Inneneinrichtung unter Denkmalschutz
gestellt.
- 1997
bis 2000 renovierte der Heimatverein Fleckenberg
die Fabrik und machte sie der Öffentlichkeit
als Technisches Museum zugänglich.

Das
vorzügliche Museumskonzept wurde von Frau Kunsthistorikerin
Susanne Falk und die gelungene Ausführung von Herrn
van Laar, Grafiker und Designer, erstellt.
Die
fachliche Betreuung der Restaurierung, die ehrenamtlich
geschah, lag in den Händen der Bautechnikerin Ulrike
Mertens, geb. Hanses aus Fleckenberg.
Ein
ganz besonderer Dank gilt dem Ehepaar Reinhard und Luise
Adams für Ihren unermüdlichen Einsatz, ohne
welchen heute das Besteckmuseum nicht bestehen würde.
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Das
Projekt Besteckfabrik Hesse wurde unterstützt von
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Nordrhein-Westfalen-Stiftung
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Land Nordrheinwestfalen
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Landschaftsverband
Westfalen-Lippe
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Hochsauerlandkreis
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Stadt Schmallenberg
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